Ein Skulpturengarten für Neuperlach

 

Ein seltsames Geschöpf dreht sich im Wind, kleine Wesen entschlüpfen der Mauer, das Moos rankt sich um Schraubenknospen, auf Holzstelen tummeln sich tierische Geschöpfe ... daneben bepflanzen Neuperlacher Hochbeete mit Gemüse, Erdbeeren und Kräutern.

 

Das alles klingt nach einem merkwürdigen Ort. Noch ist es eine Vision, aber bald soll es real werden, in einem Garten. In Neuperlach. Jahrelang wurde er nicht beachtet, der kleine verwunschene Garten hinter dem Kunsttreff im Quiddezentrum. Ab und zu kamen die Künstler vorbei, nannten es „philosophischer Garten“ und diskutierten über die Ehe und anderes… jetzt war der Garten lange abgesperrt, mit Bauzäunen, die dahinter einen kleinen Dschungel entstehen ließen. Selbst in den Becken der Kaskaden siedelte sich schon Bewuchs an, in der ehemaligen Springbrunnenanlage, die vor 50 Jahren nur ganz kurz in Betrieb war. Bald beschwerten sich die Anwohner, weil ihnen das Geplätscher zu laut war.

Die Tage des Gartens sind jetzt gezählt, er wird mit den Gebäuden des Quiddezentrums einem Neubau weichen müssen. Aber bis dahin soll hier noch etwas Neues entstehen. In die 56 Becken der Brunnenanlage sollen Skulpturen einziehen, Wesen und Gewächse, die in den nächsten Wochen und Monaten entstehen. Aus Holz, aus Beton, aus Speckstein, aus Eisen, aus lackiertem Pappmasche, aus Schrott, aus Ytong, mit integrierten „Fundstücken“, abstrakt oder gegenständlich, mit Mosaiken verziert oder Farben bemalt, bestrickt oder geschnitzt … der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange es wetterfest und verkehrssicher ist. Das Motto des Skulpturengartens? Fauna und Flora. Naheliegend in direkter Nachbarschaft zum Neuperlacher Zoo und dem für nächstes Jahr geplanten Projekt von Grünstadtgeflüster, bei dem Hochbeete in das Quiddezentrum einziehen sollen.

Initiator des Skulpturen-Projekts ist die Künstlervereinigung Kunstrefugium e.V. mit den Aktiven im Kunsttreff Quiddezentrum. Mitmachen dürfen all diejenigen, die inspiriert sind von dem Ort, der Idee und einer wunderbaren Welt, die es bisher nur in den Köpfen der Künstler gibt. Wer dabei sein will, kommt zu einem der Informationstreffen am Mittwoch den 26. Juli oder Mittwoch den 02. August im Kunsttreff Quiddezentrum von 18.30 Uhr bis 21 Uhr. Dort kann in Absprache mit der ausgebildeten Bildhauerin Manuela Clarin, die das Projekt federführend begleitet, herausgearbeitet werden, was in welcher Form möglich ist. In den darauf folgenden Wochen (immer Mittwochs von 18.30 bis 21 Uhr) können die Skulpturen in Rücksprache mit Manuela Clarin direkt im Kunsttreff entstehen. Material ist vor Ort. Wer seine Skulptur lieber für sich alleine gestaltet, muss sich nur einmal am Anfang offiziell anmelden, sein Konzept, Material und Gestaltungsart abklären und am Ende des Projekts (November/Dezember diesen Jahres) sein Kunstwerk an seinen endgültigen Platz bringen, an dem es dauerhaft befestigt wird. Bis zum Abriss. Dann darf der Skulpturengarten hoffentlich umziehen und bekommt an einem anderen inspirierenden Ort in Neuperlach ein neues zu Hause.

Weitere Infos zum Projekt gibt es auch auf der Website vom Kunsttreff www. Kunsttreff-quiddezentrum.de. Es gibt keine Garantie, an dem Projekt teilnehmen zu dürfen, da die Plätze begrenzt sind und schon etwa die Hälfte der Becken vergeben sind.

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